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Textillogistik

18. Oktober 2018 von Dr. Marcus Schriefers, M.C.L.

Die Textillogistik ist davon geprägt, dass in immer kürzeren Abständen die Saisonware ausgeliefert wird und entsprechend deutlich schnellere Verteilungszeiträume erforderlich sind. Das sind hohe Erwartungen der Industrie, die mit hohen Anforderungen an den Dienstleister einhergehen. Besonderer Nachteil dabei ist, dass nahezu alle Hersteller jeweils die gleichen Peakzeiten haben.

Die Maßnahmen, um damit zurecht zu kommen sind zum einen genaue Servicelevel, um Defizite frühzeitig genau erkennen zu können.

Der zweite Ansatz sind präzise und schnelle Buchungen auf beiden Seiten, also das Eingangsavis auf Seiten der Industrie sowie die Wareneingangs- und -ausgangsbuchung auf Seiten des Dienstleisters.

Ein weiterer Punkt ist die strikte Vermeidung irgendwelcher substantieller Änderungen kurz vor den Peakzeiten wie Aufnahme neuer Kunden auf Seiten des Dienstleisters, Änderungen der IT oder auch Änderungen im Leitungspersonal, insbesondere auf Seiten der Dienstleister. Es muss ausreichende Vorbereitungszeiten für diese Saisonhöhepunkte geben.

Konsequenzen sind dann Sofortmaßnahmen, die auch als solche prüfbar sein müssen. Dazu gehört auch gegebenenfalls die Hilfe von außen, sei es durch zusätzliches Management oder Personal. Malus-Zahlungen sollte man nur in den ruhigeren Zeiten geltend machen.

Hilfreich ist es auch, zwei Dienstleister parallel einzusetzen, um gegebenenfalls ausgleichen zu können. Das allerdings ist nicht immer einfach und setzt auch auf Ebene der Steuerung durch die Industrie einen höheren Aufwand voraus.

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